Photonox PT-500

Die Photonox PT-500 ist eine von unendlich vielen Pseudorama-Knipsen, die natürlich keine echten Panoramen aufnehmen, sondern lediglich das Bild oben und unten beschneiden. Ein simpler Trick, nicht nur der Billigkameras, auch die besseren Kompakten nutzten früher den Formatbeschnitt. Die Photonox gehört allerdings zu den eher selteneren Vertretern dieser Kamera-Spezies. Ich kannte dieses Modell bislang nicht, was aber nichts heißen muss. Es ist noch viel Zeugs da draußen...  

Der Knopf zum Umschalten auf das Panoramaformat befindet sich auf der Vorderseite der Kamera, rechts vom Sucher. Für den Test nutzte ich das Pano-Format jedoch nicht, denn für mich hat sich dieser Effekt mittlerweile abgenutzt. Man kann nämlich genauso gut aus jedem x-beliebigen Bild einen entsprechenden Ausschnitt wählen, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Früher scannte ich daher immer einen kleinen Rand mit, quasi als Beweis, dass es sich dabei tatsächlich um ein „echtes“ Pseudorama handelt.

Die 34 mm Linse bietet eine leichte Vignettierung (oder einen Lichtabfall zu den Rändern, wie es eigentlich heißen muss) und ist erstaunlich scharfzeichnend für eine Plastikoptik. Zu beanstanden sind leider der Filmtransport und die Rückklappe. Diese für das Funktionieren der Kamera elementaren Bauteile lassen sich etwas schwergängig betätigen bzw. öffnen. Ansonsten ist die Photonox PT-500 aber völlig okay.



Die Rückseite und das Innere der Photonox lassen auf eine Familienzugehörigkeit bzw. dessen Hersteller schließen. Es bestehen deutliche Übereinstimmungen mit Kameras der T-808-Famile. Damit wäre der Fotoapparat ein Fabrikat von Haking. Aber wer weiß das schon so genau?

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