110 PRO
Die 110 PRO ist ein kleines Knipsding für den Pocketfilm Typ 110 (daher der wenig kreative Name). PROfessionell ist an der Kamera zwar nichts, das Filmformat selbst verhindert das schon, aber die für Pocketkameras ungewöhnliche Bauart ließ mich trotzdem zugreifen. In der Regel besitzen Pocketkameras ein flaches Gehäuse, bei der 110 PRO nahm man sich offensichtlich eine Kleinbildkamera als Vorbild. Sogar an einen Blitzlichtanschluss dachte man.
Die Kamera macht einen überaus stabilen Eindruck. Die Rückklappe besteht aus Metall, der Rest allerdings nicht. Beim Knipsen hörte sich der Verschluss bzw. das Klickgeräusch verdächtig leise an und ich befürchtete schon eine Menge Fehlbelichtungen. Tatsächlich war aber alles in Ordnung und ich erhielt 24 brauchbare Aufnahmen.
Pocketkameras waren nie besonders bekannt für gestochen scharfe Bilder, eher für grobkörnige Abzüge im Format 9x11 cm. Die 110 PRO unterschreitet das noch um ein vielfaches, denn die Linse bildet äußerst unscharf ab. Dennoch haben die Fotos etwas Besonderes, Weiches und Sanftes, wie ich finde. Nur im Nahbereich sieht es mit der Schärfe ein klein wenig besser aus.




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