Sonia SN-100

Wenn auf der Verpackung schon „Deluxe Camera“ und „Quality guaranteed for one year“ geschrieben steht, kann es sich dabei eigentlich um nichts Gutes handeln. Auf die Sonia SN-100 trifft das aber zum Glück nicht zu.

Wie so viele Billigknipsen, gelang die Sonia SN-100 im Set mit Film, Kunstlederetui und Batterien Anfang der 2000er-Jahre in den Handel. Das belegt der enthaltene Kodak Gold 100 Farbfilm mit seinem Ablaufdatum Juli 2004 (für den Test nicht verwendet). Die Preisempfehlung auf der Schachtel entsprach sicherlich nicht der damaligen Realität. Niemals wurde die Kamera für 69 Euro verkauft. Oder etwa doch?

„Suggested Retail Price EURO$ 69.00“

Warum wurde der Name Sonia auf die Rückseite der Kamera gedruckt? Vorderseitig wäre genügend Platz gewesen. Aber ich möchte mich nicht darüber beschweren und bin froh über jegliche Bezeichnung anstatt „No Name“. 

Darunter, auf der Rückklappe, sind eine Menge dunkler Flecken zu sehen, die man nicht einfach so wegwischen kann. Wer viel mit Focus Free-Gerätschaften zu tun hat, wird sie kennen und wahrscheinlich auch deren Ursache. Es sind Rückstände der Handschlaufe, dessen Material offensichtlich nicht ganz langzeitstabil ist. Vielleicht entfleuchte Weichmacher?

Insgesamt ist die Sonia SN-100 ein recht solider Fotoapparat (leider mit defektem Blitzlicht. Zahn der Zeit?) mit einer anständigen 35 mm Linse. Der Test verlief ohne Probleme. Auf den Bildern lassen sich oben bzw. manchmal auch unten leichte „Nebel“ erkennen, also eine für Plastikoptiken typische Bildstörung, ansonsten konnte ich keine weiteren Mängel wie Bildüberlappungen, Lichtlecks und dergleichen feststellen.



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