20 Jahre Leidenschaft
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| Bärchie hält meine Holga ganz dolle fest – seit 20 Jahren! |
Heute vor zwanzig Jahren kaufte ich mir meine erste Holga, bzw. erhielt ich das Paket mit dieser recht speziellen Rollfilmkamera. Es war das Modell Holga 120 CFN im Starterkit von Lomography. Darin enthalten, neben einer Rolle schwarzem Klebeband, zwei Formatmasken und einem Film, der sehr ansprechende Bildband „Mes Vacances Avec Holga“ von Frederic Lebain. Das Buch besitze ich noch heute, die Kamera leider schon lange nicht mehr. Seither benutze ich eine Holga 120 S (das Original) und das Nachfolgemodell 120 N. Erst seit 2020 befindet sich in meiner Sammlung auch eine Woca. Diese sehr schwer zu findende Variante der Holga ist mit einer Glaslinse ausgestattet, weist ansonsten aber keine weiteren Unterschiede zur Holga auf.
Von Anfang an war ich fasziniert von der Holga und ihren „Besonderheiten“, die eigentlich aus mangelnder Qualität resultieren, aber als Markenzeichen für die Kamera stehen: starker Lichtabfall und Spiegelungen in den Bildecken und vor allem Lichtlecks, von kleinen roten Zipfeln am oberen Bildrand bis zu massiven Lichteinfällen durch eine zu locker aufgewickelte Filmrolle. Es soll Leute geben, die ihre Holga wegen der Lichtlecks mit Klebeband abdichten, ich mache das nicht. Für mich ist das Holga pur. Schnell entwickelte sich die Holga zu meiner Lieblingskamera. Im Laufe der Jahre wurde sie zu einem festen Bestandteil meiner Fototasche, quasi zu einer immer-mit-dabei-Kamera. Leider auch auf Kosten meiner „richtigen“ Kameras, die immer öfter zuhause blieben.
Bemerkenswert ist außerdem, dass die Holga seit über 40 Jahren hergestellt wird. 2016 übernahm Sunrise Ltd. die Produktion, nachdem im Jahr zuvor Universal Electronics überraschend das Ende der Kamera bekannt gab.
Passend zu meinem heutigen ganz persönlichen „Holgaläum“, habe ich drei Bilder aus dem Jahr 2006 ausgewählt, die mich auch nostalgisch berühren. Alle Aufnahmen entstanden in meiner damaligen Heimat. Die erste tatsächlich bereits am 16. Juli, also einen Tag nach Erhalt der Kamera. Es mussten in der Nachbarschaft so einige Häuser für Neubauten weichen. Der Baum im nächsten Bild steht noch, der Park an sich wurde aber umgestaltet. Das dritte Foto ist eine der wenigen Innenaufnahmen, die ich mit einer Holga jemals fotografiert habe. Auch diese Wohnung existiert schon lange nicht mehr.
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| HOLGA 120 CFN, Juli 2007, Fortepan 400 |
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| HOLGA 120 CFN, August 2007, Iford XP2 Super |
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| HOLGA 120 CFN, September 2007, Iford XP2 Super |
Übrigens: Wer nutzt eigentlich die 6x4,5 Maske? Meine waren noch nie in Gebrauch!




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