Hanimex 35C1s

Wenn auf der Unterseite einer Kamera „U.S. Patent 4.595.269“ und „Made in Hong Kong“ steht, weiß ich sofort um was es sich hier handelt: ein Qualitätsprodukt aus dem Hause Haking. Besagtes Patent, von Haking 1986 angemeldet, lässt sich leicht im Internet finden und handelt von einem sog. „Camera Double Exposure Prevention System“. Dadurch ist eine Doppel- oder Mehrfachbelichtung nicht möglich, weil der Verschluss über den Filmtransport gespannt wird. 

Haking lieferte so einige tolle Fotoapparate an die australische Hanimex Corporation bzw. an deren Tochter Vivitar, darunter die 35HL oder die vorliegende 35C1s. Die Hanimex 35C1s stammt laut Bedienungsanleitung aus dem Jahr 1989 und war in mehreren Farben erhältlich. Die Kamera besitzt als (einzige) Besonderheit eine Blitzlichtautomatik, darauf weist auch der Zusatz „Auto Flash“ im Namen hin. Misst der „Sensoreintritt“ links vom Sucher zu wenig Licht, schaltet sich automatisch das Blitzlicht zu. Weil der Blitz erst laden muss, leuchtet rückseitig zunächst die „Fehllicht-Warnanzeige“ auf. Beim abgespeckten Schwestermodell 35C1 fehlt diese Funktion.

Der Bedienungsanleitung kann man leider keine Angaben zur Brennweite entnehmen; ich tippe auf eine 35 mm Linse. Im Test überzeugte die äußerst solide Hanimex 35C1s voll. Die Bilder auf dem Schwarzweißfilm Kentmere 400 sind ganz anständig geworden.



Eine weitere Schwesterkamera ist die Hanimex 35C2s. Diese ist zusätzlich mit einem automatischen Filmtransport ausgestattet, der kurioserweise nur in eine Richtung läuft. Den Film zurückspulen muss man dann mit der Kurbel. Man kann eben nicht alles haben.

Kommentare