Reto Pano

Nach der Ultra Wide & Slim hat das Reto Project aus Hongkong nun eine recht ähnliche Kamera neuaufgelegt. Entgegen dem ursprünglich von Vivitar herausgegebenen Klassiker Ultra Wide & Slim, ist die Vorlage der Reto Pano aber nahezu unbekannt. Daher war es für mich eine kleine Sensation als ich sie vor knapp sechs Jahren unter der Marke e-gear see:camera in den Untiefen des Netzes aufstöberte.

Dank Black Friday bin ich endlich im Besitz der Reto Pano. Weil sie so günstig waren, gönnte ich mir gleich zwei Exemplare, Sheer Black und Metallic Silver. Erhältlich sind außerdem die Farben Metallic Pink, Metallic Mint und Sheer White (damit ist jedoch das transparente Modell gemeint).

Die Reto Pano basiert auf der Ultra Wide & Slim, fällt aber durch das eingebaute Blitzlicht und die dafür notwendige AAA-Batterie etwas größer aus. Ein zusätzliches Feature ist die namensgebende Panorama-Funktion (bei der see:camera nicht vorhanden!). Allerdings wird die Panorama-Wirkung lediglich durch einen simplen Formatbeschnitt erzeugt. Solche „Pseudoramas“, wie ich sie gerne nenne, wurden von mir im Blog schon des Öfteren beschrieben, siehe unter dem Tag Pseudorama.

Das Besondere an der Kamera ist natürlich die 22 mm Ultra-Weitwinkellinse. Bedingt durch diese kurze Brennweite können schnell die eigenen Finger auf das Bild gelangen, trotz des etwas größeren Gehäuses. Man sollte die Reto Pano daher nur an den Seiten anfassen. Anbei einige Beispielbilder; auf Panoramen habe ich jedoch ganz bewusst verzichtet. Diese lassen sich jederzeit durch einen simplen Bildausschnitt beliebig erzeugen. Der Testfilm war ein Kodak Ultramax 400.

Obige Aufnahme erinnert unmittelbar an die Vivitar Ultra Wide & Slim oder eben der e-gear see:camera von Target. Die beiden folgenden Bilder sind dagegen eher untypisch für diesen Kameratyp und auch für meine Knipsgewohnheiten: Blitzlichtaufnahmen. Logischerweise ergibt das Blitzlicht nur im Nahbereich einen Sinn; für weiter ist die künstliche Lichtquelle nicht stark genug. Über genauere Angaben der Blitzreichweite, insbesondere in Abhängigkeit zur Filmempfindlichkeit, und der kürzesten Naheinstellung wird leider geschwiegen.   


Offenbar hat man die Kamera an einigen Schwachpunkten verbessert. In der Filmkammer ist nun mehr „Luft“ für die Filmpatrone und die Rückspulkurbel scheint etwas solider zu sein. Schön ist auch der, im Vergleich zur see:camera, leicht größere Sucher. 

Ausgeliefert wird die schicke Reto Pano in einer ansprechenden Kunststoffverpackung, in der die Kamera und eine Handschlaufe man just reinpassen. Eine Bedienungsanleitung spart man sich, dafür wird auf einen QR-Code verwiesen (der leider ins Leere führt). 

Für mich ist die Kamera ein absolutes Highlight (Design+Linse!) und den unzähligen aktuell angebotenen Reusable Cameras allemal vorzuziehen.

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