Nippon Premium
Die Nippon Premium stellt für mich ein kleines Kuriosum dar. Die Gestaltung der Schachtel kennen wir von der Nippon K-147, ein typischer Knipsapparat der meist schlecht produzierten Canomatic Kameras. Diese Nippon jedoch, überzeugt durch Qualität und elegantes Design. Daher hat sie von mir den Zusatz „Premium“ im Namen erhalten, um sie von den anderen Nippons abzugrenzen. Auf der Kamera selbst steht kein einziger Buchstabe, nicht einmal das obligatorische „Focus Free“, was mir weniger gut gefällt.
Trotzdem hatte ich die Nippon Premium ausprobiert, denn sie kam mir irgendwie bekannt vor. Nach kurzer Recherche war klar, dass eine deutliche Ähnlichkeit zur Vivitar IC 400 besteht. Nun stellen sich mir die folgenden zwei Fragen: steckt Ouyama, der Canomatic-Fabrikant, ebenso hinter den meist so schicken Vivitar Kameras? Oder ist die Nippon Premium in Wirklichkeit gar keine Canomatic? Fragen, die mir wohl nie einer beantworten wird.
Unsere Nippon Premium ist mit der gleichen 28 mm Linse ausgestattet, die wir schon von einigen Vivitars der IC-Serie (IC 100, 101, 111) kennen und die deswegen ohne weiteres als sehr gut eingestuft werden kann. Wie fast immer, deckt sich auch bei dieser Kamera der Sucher nicht annähernd mit der Brennweite, also immer zwei bis drei Schritte näher ran ans Motiv! Eine kleine Besonderheit ist der Linsenschutz, der durch den Auslöser nur für den Moment der Belichtung geöffnet wird. Diese Funktion kennen wir bereits von der Vivitar IC 100.




Kommentare
Kommentar veröffentlichen