IPK - Interessante Plastikkamera
Ich mag es nicht so gerne, wenn Kameras keinen Namen besitzen. Bezeichnungen der simpelsten Art, wie z. B. PC-606 oder T-808 reichen mir da schon völlig aus. Diese Kamera trägt außer „Focus Free“ und „34 mm Lens“ auf der Vorderseite keine weiteren Angaben, was sehr schade ist, aber bekanntlich häufig in der Welt der Focus Free Fotoapparate vorkommt. Auch die Schachtel verrät nichts Weiteres, außer, dass die Kamera einst ein Werbegeschenk eines Versandhandels gewesen sein muss. In meiner Bestandsliste hatte ich sie deswegen kurzerhand als „Interessante Plastikkamera“ oder in Kurzform auch IPK eingetragen; ein Provisorium das bis heute geblieben ist.
Zum Schutz der Linse kann man das Objektiv in das Gehäuse versenken, indem man es einfach herunterdrückt, dabei schließt sich automatisch der Linsenschutz. Das verhindert außerdem ungewollte Aufnahmen. Arretiert wird das Objektiv nur durch einen kleinen Nippel, der leider sehr schnell seinen Dienst quittieren kann. Um die IPK wieder Aufnahmebereit zu machen, reicht ein Druck auf den Knopf links neben dem Blitzschuh.
Die IPK macht ähnlich der Super Colour 135 recht unscharfe, fast Lochkamera-ähnliche Aufnahmen. Nur im Nahbereich sieht es ein wenig anders aus, wie im Bild unten zu erkennen. Am oberen Bildrand entstehen gelegentlich nebelartige Reflexionen, außerdem schleicht sich ab und an auch mal ein wenig Licht durch eine mutmaßliche undichte Rückklappe der Kamera auf das Bild.
Die versenkbare Linse macht die IPK zu einer, ja, sehr interessanten Kamera, denn so etwas habe ich bei Low-Budget-Knipsen zuvor noch nicht gesehen. Es ist zwar nichts besonderes, aber eben trotzdem irgendwie interessant. Die IPK wird auf der uns allbekannten Internet-Plattform eher selten gelistet, noch deutlich rarer ist ein rot-schwarzes Modell. Weitere Farbvarianten sind mir bislang nicht bekannt.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen