Wide Pic Panorama
Bei der Wide Pic Panorama handelt es sich natürlich nicht um eine echte Panorama-Kamera, sondern lediglich um eine weitere der zahlreich existierenden Pseudopanorama-Knipsen, von denen ich noch so einige mehr besitze und hier im Blog sukzessive vorstellen möchte.
Pseudorama-Kameras waren in den 90er-Jahren noch vor Einführung des Advanced Photo Systems (APS) 1996, das ebenso mit demselben (billigen) Trick des Formatbeschnitts arbeitete, sehr beliebt. Es gab sie nicht nur als günstige Focus Free- oder Einwegkameras, sogar hochwertigere Fotoapparate besaßen damals oft eine Panoramafunktion.
Die Wide Pic belichtet wie die Vivitar IC 101 ausschließlich das Panoramaformat von 13 x 36 mm auf den Film, ein Umschalten auf das volle Kleinbildformat 24 x 36 mm, wie bei vielen anderen Kameras dieser Art, ist nicht möglich. Die Formatmaske ist fest eingebaut und lässt sich nicht per Knopfdruck einschwenken. Darauf weist auch der ausschließlich „panoramische“ Sucher der Kamera hin. Das Gehäuse insgesamt ist relativ solide gefertigt, es entsteht nicht das Gefühl, dass jeden Moment irgendetwas abbrechen könnte. Ebenso überzeugend ist die recht gute Bildqualität der 28 mm Linse.
Auf der Rückseite der Kamera ist ein Aufkleber angebracht, der darauf hinweist, dass man den Film mit dem Vermerk Panorama-Aufnahmen zum Entwickeln geben soll, um entsprechende Fotoabzüge zum Beispiel im Format 10 x 25 cm zu erhalten. Ob die Labore in der Prä-APS-Zeit das generell berücksichtigten, oder nur einige wenige spezialisierte, ist mir nicht bekannt, wäre aber mal interessant zu wissen.
Bei eBay wird die Wide Pic in schwarzer Farbe relativ oft angeboten und geht dann - wenn überhaupt - für einen Euro weg. Anders sieht es bei Farbvarianten vor allem solche mit Reklameaufdruck aus; da muss man schon länger suchen und auch etwas mehr bezahlen.
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